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  • Mangelnde Schmitzringpflege kann zu Kapitalschäden führen
    An einer Bogendruckmaschine kommt es immer mehr zu drucktechnischen Problemen beim Drucken von Vollflächen. Die von der Druckerei selbst durchgeführten Unter-suchungen ergaben, dass offensichtlich Querstreifen auftreten, die sich von der ...

  • Adobe: Einstieg in den Online-Einzelhandel

    Der US-amerikanische Software-Konzern Adobe Systems Inc. wird den Anbieter von E-Commerce-Software, Magento Commerce (Campbell, Kalifornien/USA), übernehmen. Mit der 1,68 Mrd. US-Dollar teuren Akquisition würde Adobe sein weitreichendes Angebot rund um Content-Erstellung, Marketing, Werbung und Analytik um eine Online-Handelssoftware erweitern. Die Transaktion muss allerdings erst noch von den Aufsichtsbehörden abgesegnet werden.

     

     

    Die Adobe Experience Cloud komplettieren

    Magento Commerce ist seit 2015 im Besitz des Private-Equity-Unternehmens Permira (London), das Magento von der eBay Corporation gekauft hatte. Wie das Wochenmagazin Werben & Verkaufen (W&V) berichtet, sollen Magentos Dienste für Digital Commerce und Order Management künftig in die Adobe Experience Cloud integriert werden. Adobe würde seine Suite auf diesem Wege um eine Online-Handelssoftware komplettieren, wie es zuvor bereits SAP mit Hybris und Salesforce mit Demandware getan hatten.

    Adobe biete durch die Übernahme eine globale Digital-Commerce-Plattform für B-to-B- und B-to-C-Kunden, die für verschiedene Branchen E-Commerce, Logistik-Management und Business Intelligence zusammenführt, so W&V. Die bekannte Plattform basiere auf einer Open-Source-Technologie, unterstützt von einer Community mit rund 300.000 Entwicklern.

     

    Deal soll bis Ende August 2018 gefixt sein

    Durch die Integration von Magento Commerce in die Adobe Experience Cloud könne Adobe nun jeden Moment des Shopping-Erlebnisses individuell auf den Nutzer zuschneiden, wird Brad Rencher, Executive Vice President und General Manager (Digital Experience) bei Adobe, zitiert. Dadurch ermögliche man Echtzeit-Erlebnisse über die gesamte Customer-Journey hinweg.

    Wie W&V weiter berichtet, soll Magento-Chef Mark Lavelle nach Abschluss der Übernahme das Magento-Team als Teil von Adobes Digital Experience Business weiterhin führen und an General Manager Brad Rencher berichten.
    Der Transaktion – der größte Deal von Adobe innerhalb der letzten zehn Jahre – müssen die Aufsichtsbehörden allerdings erst noch zustimmen. Mit einem Abschluss der Übernahme dürfte im dritten Fiskal-Quartal 2018 von Adobe zu rechnen sein. Derweil werden die beiden Unternehmen weiterhin unabhängig voneinander operieren.

     



  • EFI weiht neue Inkjet-Zentrale ein

    Rund 500 EFI-Vutek-Maschinen pro Jahr inklusive der Möglichkeit zum Ausbau – das ist die Kapazität der neuen Inkjet-Zentrale von Electronics for Imaging in Londonderry, New Hampshire (USA), nahe Boston, die Anfang Mai eingeweiht wurde. Von dem rund 21000 m² großen Gebäude aus soll künftig das Inkjet-Geschäft von EFI gesteuert werden. Zuvor war EFIs Inkjet-Geschäft in Meredith, ebenfalls New Hampshire, angesiedelt.

    Zum Ausstellungsportfolio im neuen Inkjet-Zentrum des Herstellers gehören unter anderem die Vutek-Inkjet-Produktionsdrucker für Beschilderungen, Grafiken, Textilien, die zugehörige EFI Productivity Software und die EFI-Fiery-Produkte für den digitalen Workflow. Die Architektur des Gebäudes ist offen gestaltet, rund 25 Prozent größer als die bisherige Zentrale in Meredith und bietet bei Bedarf die Möglichkeit zur Erweiterung an.

    30 Jahre Inkjet-Entwicklungen in New Hampshire

    Mit der ehemaligen Vutek, Inc., einem Unternehmen, das 1988 von den Ingenieuren Art Cleary und Peter Duffield gegründet wurde, kann EFI auf mehr als 30 Jahre Inkjet-Geschäft in New Hampshire zurückblicken. Die ursprünglichen Entwicklungen von Vutek umfassten Inkjet-Systeme für den Druck auf Vinyl sowie die größeren, fünf Meter breiten Superwide-Format-Digitaldruckern für den hochwertigeren Digitaldruck. Im Jahr 2005 erwarb EFI das in Meredith ansässige Unternehmen – und veränderte sich damit von einem Druckserver- und Softwareentwickler hin zu einem Hersteller und Entwickler von Tintenstrahldruckern.

    Heute machen die weltweiten Inkjet-Geschäfte von EFI nach eigener Aussage mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes von rund einer Milliarde US-Dollar aus.

     



  • Fachbuch zu Web-to-Publish und Web-to-Media in 3. Auflage

    Das Fachbuch “Web-to-Publish – Web-to-Media: Wege crossmedialer Medienproduktion“ ist jetzt in einer völlig überarbeiteten, neu strukturierten und erweiterten Auflage verfügbar. Das Überblickswerk zu Technologien, Produktionswegen und Medienkanälen von Crossmedia-Projekten wurde unter anderem um neue Trend- und Marktdaten, sowie um ein vollständig neues Kapitel zum Thema “Datenbasis” erweitert und bietet so einen noch umfassenderen Überblick zur Planung und Umsetzung von Crossmedia-Anwendungen.

    Crossmedia- und Multichannel-Projekte strategisch und technisch zu planen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Schließlich sollen Multichannel- und Crossmedia-Strategien den zeitgemäßen Verhaltensweisen der Konsumenten und den modernen Medienerstellungsprozessen entsprechen. Wie die Umsetzung solcher Crossmedia-Projekte gelingt, zeigt das neue Buch „Web-to-Publish – Web-to-Media: Wege crossmedialer Medienproduktion“ von Melaschuk-Medien. Auf 288 Seiten erhalten Projektverantwortliche in Unternehmen, Verlagen und Medienhäusern einen umfassenden Überblick zu Technologien, Produktionswegen und Medienkanälen. Gleichzeitig soll es Orientierung durch eine übergeordnete Betrachtung geben, ohne sich in technischen Details zu verlieren.

    Das Softcover-Buch kann im print.de-Shop für 19,90 Euro bestellt werden.

    Autorin und Herausgeberin ist Ira Melaschuk, Inhaberin der Unternehmensberatung Melaschuk-Medien und Expertin für Web-to-Print, Web-to-Publish und Crossmedia. Namhafte Ko-Autoren ergänzen das Werk mit Fachbeiträgen zu App-Technologien (Prof. Dr. Ansgar Gerlicher, Hochschule der Medien), Datenschutz (Prof. Dipl.-Ing. (FH) Ulf Glende, Glende Consulting), Farbmanagement (Jan-Peter Homann, homann colormanagement), Multichannel-Publishing (Haeme Ulrich), Customer Intelligence (Karl-Heinz Mühlbauer, panadress) und zur Medienproduktion 2030 (Rüdiger Maaß, Fachverband Medienproduktion e.V.).

    Die Hauptkapitel:

    • Zusammenfassung und Vorwort
    • Trends und Anforderungen
    • Betrieb von Web-to-Publish-Systemen (mit neuen Unterkapiteln “Vorteile und Risiken”, “Schnittstellen” und “Hosting”)
    • Einsatzbereiche
    • Die Datenbasis (vollständig neues Kapitel zu den Themen Datenmanagement, Medienneutralität und Personalisierung)
    • Crossmediale Produktionswege (mit neuem Beitrag von Haeme Ulrich)
    • Medienkanäle (mit neuesten Marktdaten)
    • Praxis und Lösungen (10 professionelle crossmediale Anwendungen, die den “State of the Art” illustrieren)
    • Anhang und Fachbegriffe

    Das Fachbuch im Überblick:

    • Veröffentlichungsdatum: 01.12.2017
    • Schutzgebühr: 19,90 Euro
    • ISDN: 978-3-00-057819-9
    • 288 Seiten, 146 Abbildungen
    • Hybrid-Layout für Print und Digital

    Jetzt im print.de-Shop bestellen!



  • Aktuelles aus dem Arbeitsrecht

    Das Arbeits- und Sozialrecht wird immer komplexer. Die Gesetze ändern sich häufig und die Zahl der Präzedenzfälle wächst. In der täglichen praktischen Umsetzung der Arbeitsverhältnisse ist für jeden Arbeitgeber nicht nur der Einblick in neue Gesetze wichtig, sondern auch die Entwicklung der aktuellen Rechtsprechung. Deren Auswirkung auf die betriebliche Praxis sollte jeder Arbeitgeber kennen. Lesen Sie heute mehr zum Thema Versetzungsklauseln.

    In den meisten Arbeitsverträgen nehmen Arbeitgeber sogenannte Versetzungsklauseln auf, um sich bei der Zuweisung der konkreten Tätigkeiten etwas Flexibilität zu schaffen. Alle Klauseln in einem Arbeitsvertrag sind gerichtlich daraufhin überprüfbar, ob sie klar und verständlich für den Arbeitnehmer sind und ihn auch nicht unangemessen benachteiligen. Kommt es aufgrund einer Klage des Arbeitnehmers zu einer solchen gerichtlichen Überprüfung des Arbeitsvertrags kann es sein, dass das Gericht feststellt, dass die angegriffene Klausel wegen Unklarheit oder Unangemessenheit unwirksam ist und der Arbeitgeber sich auf die getroffene Regelung nicht berufen kann.

    In der Praxis

    Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat bereits über sehr viele arbeitsvertragliche Klauseln eine Unwirksamkeit festgestellt. In einem Urteil vom 24.02.2016 (2 Sa 51/51) hatte sich das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg mit einer Versetzungsklausel zu befassen, die wie folgt lautete: „ … er verpflichtet sich, auch andere zumutbare Arbeiten auszuführen … , die seinen Vorkenntnissen und Fähigkeiten entsprechen.“ Dabei handelt es sich um eine sehr verbreitete Klausel in vielen Arbeitsverträgen. Das Landesarbeitsgericht hatte in zweiter Instanz darüber zu entscheiden, ob diese Klausel klar und nicht unangemessen ist. Nach der arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung gehen Zweifel über den Inhalt einer Klausel zulasten des Arbeitgebers. Wenn eine Klausel mehrere Auslegungsvarianten zulässt, ist die für den Arbeitnehmer günstigere zu wählen.

    Im vorliegenden Fall wurde der Arbeitnehmer vom Bereich „Helpdesk“ in den Bereich „Back-Office“ innerhalb der Abteilung „Global Service Devision“ versetzt. Der Arbeitnehmer war von Beruf Dipl.-Ing. (FH) und beim Arbeitgeber als „Mitarbeiter Helpdesk für die Kundenbetreuung“ beschäftigt. Der Arbeitnehmer machte mit seiner Klage geltend, dass die Versetzung unwirksam und er weiter im Bereich „Helpdesk“ zu beschäftigen sei. Er führte an, dass die Versetzung zu einer wesentlichen Herabstufung geführt habe und die ihm zugewiesene Tätigkeit nicht seiner Qualifikation als Ingenieur entspreche. Das Gericht hatte zu entscheiden, ob die zugewiesene Tätigkeit aufgrund der im Arbeitsvertrag geregelten Versetzungsklausel wirksam war oder nicht. Das LAG Baden-Württemberg hat die Versetzungsklausel als unwirksam angesehen. Es hat der Zusatz, dass es sich um gleichwertige Arbeiten handeln muss gefehlt, so dass die Regelung nicht konkret genug war.

    Mehr aus der aktuellen Rechtsprechung, zum Beispiel über Themen wie “Stellenausschreibung” oder “Kündigung wegen Xing-Profil” lesen Sie in Teil 13 der Serie “Recht in der Druckbranche” in Deutscher Drucker 12/2017. Das Heft kann als Einzelausgabe im print.de-Shop bestellt werden. Die gesamte Recht-Serie lässt sich am besten mit einem Abonnement von Deutscher Drucker verfolgen, hier geht es zu den Abo-Modellen.



  • Typografie 2.0: Schriftdesign im freien Raum

    Sie hat dieses hässliche Graffiti in der Stadtmitte an der Bahnhofsmauer schon immer gestört? Und Sie würden am liebsten selbst gerne drüber malen bzw. schreiben? Natürlich ist das in der Realität auch weiterhin verboten – doch dank AR-Technologie und der genialen iOS-App des New-Media-Künstlers Zachary Lieberman können Sie jetzt endlich eingreifen. Und das ohne Ärger mit den Gesetzeshütern zu bekommen!

     

     

    Typografie trifft auf Augmented Reality

    Die App »Weird Type« von Zach Lieberman ermöglicht es dank Augmented Reality (AR), mit dem iPhone kreativ Text in den freien Raum zu projizieren und dort quasi schweben zu lassen. Die Grenze zwischen Realität und künstlicher Welt verschwimmt, Schrift und Texturen aus der Umwelt gehen ineinander über. Die Aufnahmen bzw. geschriebenen Nachrichten lassen sich als Video speichern und mit anderen Menschen teilen.
    Die beeindruckende App »Weird Type« ist im iTunes App Store für 1,99 US-Dollar erhältlich. [5343]

     

     

     

     



  • Heidelberg: Verpackungslösungen für die digitalisierte Zukunft

    Was bisher nur bei Kunden und in einer Laborumgebung zu sehen war, ist nun auch im Print Media Center Packaging der Heidelberger Druckmaschinen AG installiert – das industrielle Digitaldrucksystem Primefire 106. Die Maschine komplettiert das Demo-Portfolio des Herstellers im Wiesloch-Walldorfer Democenter für Verpackungslösungen und war einer der Hauptprogrammpunkte des Packaging Day 2018.

    Der zweideutige Veranstaltungstitel „Think out of the Box“ sollte zum einen signalisieren, dass sich an dem Tag vieles um die Produktion anspruchsvoller Faltschachteln drehte, Verpackungsdrucker aber gleichzeitig auch den Blick „über den Tellerand der konventionellen Produktion hinaus“ in Richtung „Verpackungslösungen für die digitalisierte Zukunft“ richten sollten. Vor diesem Hintergrund setzt Heidelberg die Integration von Offset-und Digitaldruck inklusive Weiterverarbeitung über den Prinect-Workflow um und „ermöglicht für den Verpackungsdruck neue Geschäftsmodelle“, wie der Hersteller betont. Gut 400 Teilnehmer aus aller Welt besuchten die Informationsveranstaltung im Print Media Center Packaging in Halle 11 auf dem 88 Fußballfelder großen Werksareal in Wiesloch-Walldorf.

    Für den Vorstandvorsitzenden der Heidelberger Druckmaschinen AG, Rainer Hundsdörfer, ist die „nahtlose Integration von digitalen Prozessen in bestehende Offsetwelten die Antwort auf den Trend hin zu sinkenden Auftragsgrößen und Mass Customization durch Personalisierung und Individualisierung.“ Der Packaging Day bot den Besuchern eine Plattform, um neue Ideen und Inspiration für ihre heutigen und zukünftigen Geschäftsmodelle zu erhalten.

    Neben dem Aufzeigen von Gesamtlösungen vertieften spezielle Highlight-Shows Themen, wie beispielsweise navigiertes Drucken im Großformat mit der Speedmaster XL 145-Sechsfarben mit Lackierwerk. Das Thema Postpress Packaging zeigte, wie Anforderungen in der Weiterverarbeitung wirtschaftlich gelöst werden können.

    Lifecycle Solutions mit den Elementen Saphira-Verbrauchsmaterialien und Service sieht Heidelberg als essentiellen Bestandteil des eigenen Lösungsangebots. „Saphira“ hat sich in zehn Jahren als Marke etabliert, was Heidelberg gemeinsam mit Kunden aus aller Welt und großer Geburtstagstorte zum Zehnjährigen am Vorabend des Events gebührend feierte.

    Erfahrungen mit der Primefire 106

    Die Primefire 106 hatte zum Thema industrieller Digitaldruck nochmals einen eigenen Auftritt. Und dieser wurde durch die Erfahrungen eines Beta-Testers mit fachlichen Aussagen angereichert. Colordruck Baiersbronn, seit Jahrzehnten Kunde von Heidelberg, betreibt genau wie zum Beispiel MPS Obersulm oder die August Faller Gruppe eine Primefire 106. Sie war Ende vergangenen Jahres installiert worden und läuft seit Mitte Januar 2018 im Feldtest. Die Primefire bietet für Colordruck den Vorteil von „hochqualitativem Digitaldruck in Verbindung mit der Bogenweiterverarbeitung mit bestehenden Stanzwerkzeugen im 3b-Format“, wie die beiden Geschäftsführer Thomas Pfefferle und Martin Bruttel von Colordruck im Rahmen der Veranstaltung preisgaben. Der europaweit tätige Verpackungsdienstleister produziert seit 2017 Verpackungen auch im Digitaldruck und auf einer Highcon Euclid.

    Im neuen Geschäftsbereich „Packaging Digital“ bietet Colordruck über seinen Webshop „designyourpackaging.de“ individuelle und personalisierte Verpackungen bis hin zu Mass Customization an. Damit erschließt sich das Unternehmen neue Kundengruppen. Im Offsetdruck werden weiterhin Premiumverpackungen mit vier hochautomatisierten Speedmaster-Maschinen der neuesten Generation hergestellt.

    Die Primefire 106 bietet eine Produktionsumgebung für den Aufbau neuer Geschäftsfelder, wie am Beispiel von Colordruck Baiersbronn zur Herstellung variabler und individueller Verpackungen oder dem Zufügen von Rückverfolgbarkeits- und Sicherheitselementen auf den einzelnen Verpackungen gezeigt werden kann. Printing-on-Demand mit der Primefire 106 ermöglicht die Optimierung von Lieferketten und die Senkung von Lagerkosten. Zudem deckt das Siebenfarben-Inkjet-System mit Fujifilm-Inkjet- und Heidelberg-Multicolor-Technologie bis zu 95 Prozent des Pantone-Farbraums ab und generiert so Zeit- und Kostenvorteile bei der Produktion von Aufträgen mit Sonderfarben. Letzteres ist für Martin Bruttel, der sich auch bei anderen Anbietern digitaler Drucktechnik umgeschaut hatte, eines der ganz wichtigen Entscheidungskriterien gewesen. Außerdem erfülle der wasserbasierte Inkjet-Druck „strikte Umwelt- und Recycling-Anforderungen, so dass auch eine lebensmittelkonforme Produktion problemlos möglich ist“, wie Bruttel weiter ausführt.

    Dem Trend zu individuellen Verpackungen Rechnung tragen

    Eine Antwort auf den Trend zu sinkenden Auftragsgrößen und Mass Customization durch Personalisierung und Individualisierung ist die Integration von digitalen Prozessen in bestehende Offsetwelten. Bei der Infotour „Packaging as you like“ wurde gezeigt, wie die Primefire 106 und die Speedmaster XL 106 sich ergänzen. Anhand von zwei gleichen Faltschachtel-Jobs zeigte Heidelberg, wie der Digital- und der Offsetdruck wirtschaftlich sinnvolle Produktentwicklungen mit sich bringen. So können Kunden nun sowohl bei hohen Auflagen als auch bei personalisierten Auflagen oder kleinen Vorabauflagen beliefert werden – bei durchgängiger Farbkonstanz. In der Weiterverarbeitung sind Maschinen, wie die Stanze Promatrix und die Faltschachtelklebemaschine Diana sowohl für den Offset- wie auch für den Digitaldruck einsetzbar.

    Die Herausforderungen wie steigender Kostendruck und sinkende Margen erfolgreich meistern zu können, zeigte eine Infotour namens „Operational Excellence“. Hierzu wurde auch eine Alternative zur profitablen Herstellung von kleineren Auflagen und kürzeren Lieferzeiten vorgestellt. Laut Heidelberg zeigen Produktivitätsanalysen, dass die Gesamtanlageneffizienz (OEE – Overall Equipment Effectiveness) heute bei 20 bis 25 Prozent liegt, aber dass auch Werte von über 50 Prozent durchaus nachhaltig erreichbar sind. Dies wird durch schlanke, intelligent gesteuerte Prozesse möglich, die den Einfluss der Bediener auf die Produktivität systematisch verringern und transparente und akkurate Leistungsdaten in Echtzeit liefern. Wichtig dabei ist eine möglichst durchgängige Integration ohne Systembrüche – ausgehend vom Kunden bis hin zum ausgelieferten Produkt. Hier kommen die Prinect Module ins Spiel, die zahlreiche aufeinander abgestimmte Lösungen bieten.

    Um die Produktivität zu erhöhen und Prozesseingriffe zu verringern, hat Heidelberg seit der Drupa 2016 das Bedienkonzept Push-to-Stop im Portfolio, das hin bis zum autonomen Drucken führt. Im Verpackungdruck mit seiner hohen Komplexität und vielen Sonderfarben unterstützt das navigierte Drucken den Bediener, innerhalb kurzer Zeit zum bestmöglichen Ergebnis zu gelangen. Umgesetzt wird dies durch die Bedienersoftware Intellistart 2 im Maschinenleitstand Prinect Press Center XL 2. Gezeigt wurde dies an einer Speedmaster XL 106-Sechsfarben mit Lackierwerk und Logistikausstattung – die Rüstzeiten können hier bis zu 60 Prozent sinken und die Makulatur wird deutlich verringert. Im Verpackungsdruck ist Wiederholgenauigkeit und Farbkonstanz ein wichtiges Thema. Hier kommt die neuartige Antriebstechnik Hycolor Multidrive für die Speedmaster XL 106 zum Einsatz. Mit diesem System können die Farb- und Feuchtwerke unabhängig vom Hauptantrieb betrieben werden. Die Farbwerke können gewaschen werden während über den Hauptantrieb der Lackplattenwechsel erfolgt – oder Gummitücher und Druckzylinder werden zeitgleich zum Rüstvorgang gewaschen.

    Bei der Infotour Special Applications produzierte zum Beispiel eine Speedmaster XL 75 Anicolor UV mit zwölf Werken innerhalb kurzer Zeit Premium-Kosmetikverpackungen inklusive Inline-Prägung.



  • SKN Gruppe: So läuft die Eigenverwaltung

    Die Druck- und Verlagsgruppe SKN mit Sitz in Norden (Niedersachsen) hatte Anfang März 2018 für sieben operative Gesellschaften Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Jetzt hat das Traditionsunternehmen die rund 350 Mitarbeiter über das Sanierungskonzept und den Stand der Restrukturierung informiert.

    Das vorgestellte Sanierungskonzept sieht vor, die drei Kerngeschäfte Druckerei, Zeitung und Verlag zu erhalten und effizienter aufzustellen. Dies bedeute, dass das Druckereigeschäft an den Standort Emden ziehen wird, während Zeitung und Verlag von Norden aus fortgeführt werden sollen.

    “Das Ziel unserer Planungen war es, so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie möglich sinnvoll weiterzubeschäftigen und gleichzeitig wirtschaftlich profitabel und wettbewerbsfähig zu bleiben”, so die geschäftsführende Gesellschafterin Charlotte Basse. Dennoch sei es aber so, dass die SKN Gruppe sich verkleinern und defizitäre Geschäfte abstoßen wird, so dass der volle Personalaufwand nicht weiter erforderlich ist.

    “Dieser Schritt ist uns sehr schwer gefallen”, so Basse weiter. „Wir freuen uns aber, nach intensiven, aber konstruktiven Verhandlungen mit den Betriebsräten ein Ergebnis gefunden zu haben, mit dem wir in Norden und Emden rund 290 Arbeitsplätze erhalten können.“

    33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet das Unternehmen einen Wechsel in eine Transfergesellschaft an – je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit für bis zu zehn Monate. Aus rechtlichen Gründen wird es allerdings auch zu 15 insolvenzbedingten Kündigungen kommen.

    Der laufende Geschäftsbetrieb soll derweil in unverändertem Umfang weitergeführt werden. Die Auftragslage ist nach Angaben der SKN Gruppe stabil. Produktion, Termin- und Liefertreue seien weiterhin gewährleistet.

    Hintergrund

    Die SKN Gruppe hatte am Anfang März 2018 für sieben operative Gesellschaften Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das zuständige Amtsgericht in Aurich hatte diesem entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung über die SKN Druck und Verlag GmbH & Co., die Soltau-Kurier-Vertrieb GmbH (120 Mitarbeiter), die Soltau-Kurier-Norden GmbH (144), die Ostfriesische Presse Druck GmbH (63), die Industriedruck Norden GmbH & Co. (14), die Ostfriesischer Kurier GmbH & Co. KG (0) sowie die Neumann Verlag für Telekom-VZ GmbH & Co. KG (3) angeordnet.

    Die SKN Gruppe beschäftigte bei Antragstellung 344 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon am Standort Norden 281, in Emden 63.

    Weitere Informationen



  • Was macht Jung-Publisher in der Druckvorstufe erfolgreich?

    Wie sehen Auszubildende im Bereich Mediengestaltung/Informatik ihr Aufgabengebiet im Publishing? Was beziehungsweise welches Umfeld benötigen sie, um in der Druckvorstufe möglichst kreativ und erfolgreich zu sein? In seinem Blog lässt der Schweizer „Publishing Geek“ Haeme Ulrich auch den Nachwuchs und vor allem Praktiker zu Wort kommen.

     

     

    Interessant zu lesen sind die zehn Tipps von Joël Super, auszubildender Mediamatiker (berufliche Grundbildung im Bereich der Informationstechnik in der Schweiz), wie sich Publisher im heutigen umkämpften Medienbereich aus der großen Masse hervorheben können.

     

    Druckvorstufe: die kreative Basis von heute

    Der angehende Mediamatiker Joël Super ist Hobbyfotograf und interessiert sich zudem sehr für Flugtechnik. In seinem Beitrag auf Haeme Ulrichs Publishing-Blog beschreibt der ambitionierte Medienspezialist, was junge Kreative aus seiner Sicht am besten tun sollten, um sich erfolgreich im Publishing zu etablieren. Seine „10 Dinge, die kreative Publisher von der Masse trennen“ zeigen auf, dass Kreativität in der Druckvorstufe nicht nur technisches Können (Database Publishing, Typografie etc.) von Medientechnologen als Basis verlangt, sondern vor allem auch Emotionalität, Fingerspitzengefühl, Kraft, Neugierde – und ein entspanntes Zeitgefühl. [915]

     



  • Typografie: Warum Schriftgestaltung unterrichten?

    Der Gestalter, Forscher und Kurator Jérôme Knebusch arbeitet in den Bereichen Grafik, Buch- und Schriftgestaltung. Er lehrt am Staatlichen Institut für typografische Forschung in Nancy (ANRT) und an der Kunsthochschule Metz. Hier hat er ein pädagogisches Projekt initiiert, das in die Ausstellung „Pangramme: learning type design“ mündete. Ihre letzte Station ist das Leipziger Museum für Druckkunst. Die Ausstellungseröffnung war zugleich der Auftakt für die 24. Leipziger Typotage 2018. print.de sprach mit Jérôme Knebusch über das Typografie-Projekt.

     

     

    Typografie, Grafikdesign und Typedesign sollten sich gegenseitig stimulieren

     

    print.de: Wie und weshalb soll man heutzutage Typedesign lehren?

    Jérôme Knebusch: Es wäre trist, wenn wir keine neuen Schriften gestalten würden – auch wenn wir erstaunlich gut über 500 Jahre alte Schriften lesen können. Historische Satzschriften oder Gattungen wiederzubeleben, ist eine gängige und legitime Praxis. Durchaus kann man Typedesign als eine immer wiederkehrende Variation ein- und desselben Themas betrachten, allerdings in einem technischen Kontext, der uns stets neu fordert. Meine persönlichen Interessen und Kenntnisse fließen natürlich in die Lehre ein, aber für die Studierenden ist es erst mal eine ganz neue Erfahrung. Auch wenn kein Abschluss in diesem Gebiet angestrebt wird, lernt man durch das Gestalten von Schriften sie besser zu „lesen“, das heißt Unterscheidungsmerkmale besser zu erkennen und sie gezielt einzusetzen. Ich bin stets bemüht, Typedesign in einem Kontext der Anwendung zu unterrichten, so dass Typografie, Grafikdesign und Typedesign sich gegenseitig stimulieren – und der Schriftentwurf nicht im Vakuum entsteht.

     

    print.de: Warum eine Ausstellung mit Schriftentwürfen von Studenten?

    Jérôme Knebusch: Nur ein Bruchteil der studentischen Entwürfe wird sichtbar, etwa wenn eine Schrift anschließend durch eine Foundry veröffentlicht wird. Zudem gibt es wenig Fachpresse, und meistens werden hier nur Schriften diskutiert, die publiziert oder im Auftrag entstanden sind. Studentische Schriftentwürfe kommen zudem häufig nicht für eine Veröffentlichung in Frage, da sie zu experimentell sind (was der Hochschulkontext ermöglicht) oder weil sie nur in einem bestimmten, womöglich sehr persönlichen Kontext (Projekt) funktionieren. In vielen Studienbereichen gibt es Wettbewerbe, Festivals oder Ausstellungen, in denen Studenten ihre Arbeiten präsentieren können, kaum aber im Typedesign. Wir haben uns ebenfalls erhofft, einen Überblick der Schulen zu schaffen.

     

    print.de: Wie haben Sie den Aufruf verbreitet?

    Jérôme Knebusch: Plakat, Postkarten, Webseite, soziale Netzwerke. Slanted und 365 Typo waren Medienpartner.

     

    print.de: Wie war die Resonanz?

    Jérôme Knebusch: Erstaunlich: 194 Projekte aus 25 Ländern!

     

    print.de: Wie haben Sie selbst Schrift und Typografie gelernt?

    Jérôme Knebusch: Eigentlich schon sehr früh, in meiner Jugend als Graffiti-Writer. Dann vorwiegend eigenständig während des Studiums der visuellen Kommunikation in Nancy (wo es keinen Typografie-Kurs gab) und dann als Post-Master am Staatlichen Institut für typografische Forschung, ebenfalls in Nancy. Hier habe ich unter anderem von Hans-Jürg Hunziker gelernt.

     

    print.de: Ihre Botschaft für den Nachwuchs?

    Jérôme Knebusch: Ich bin erstaunt, wie hoch heute das Niveau in der Schriftgestaltung bereits im Studium ist. Fonts werden rasch in vielen Schnitten und sogar Schriftsystemen ausgebaut, das war vor zehn Jahren noch nicht so. Die Programme und technischen Möglichkeiten haben sich rasant entwickelt und sind zugänglich geworden, sie lösen derzeit eine regelrechte Faszination aus. Manchmal bleibt dabei allerdings das Konzept oder die Originalität auf der Strecke – das sollte man stets im Auge behalten.

     

    Mehr über Knebuschs Projekt und die Leipziger Typotage lesen Sie übrigens in Deutscher Drucker 9/2018. Das Heft kann als Einzelausgabe im print.de-Shop bestellt werden. Und wer noch kein Abo hat, aber kein Heft mehr verpassen will, der findet sicher hier das passende Abo-Modell. [5256]

    Und hier wiederum geht’s zur Bildergalerie der Leipziger Typotage 2018.